Handwerk des Vergoldens

Vergoldet wird seit über 4000 Jahren

Seit dem es Blattgold gibt wird auch vergoldet und das in nahezu unveränderter Form. Die Technik des Blattgoldschlagens ist in Indien vor über 4000 Jahren entwickelt worden. Von dort gelang das Handwerk über Ägypten nach Westeuropa.

  

Sie wissen nicht, ob sich Ihr Objekt vergolden lässt? Fragen Sie mich. Ich berate Sie gerne.


Blattgold

Blattgold lässt sich aufgrund seiner hohen Dichte sehr dünn schlagen - bis zu 1/10.000 mm. So dünn, dass sich durch das Blatt durchgucken lässt wie durch gefärbtes Glas. Das hauchdünn geschlagene Edelmetall wird in den verschiedensten Techniken verwendet, z.B. in der komplexen Polimentvergoldung, der Ölvergoldung oder Hinterglasvergoldung.

 

Loses Blattgold liegt lose zwischen dünnen Seidenpapierblättern. In einem Heft sind standardmäßig 25 Goldblätter enthalten, übliches Format in Deutschland ist 80 x 80 mm.

Vergolderwerkzeug

GOLDSACHS Vergolderwerkzeug Blattgold

Das Vergoldwerkzeug besteht aus dem Vergolderkissen, dem Vergoldermesser und dem Anschießer. Weitere Utensilien kommen während des Anschießens, dem eigentlichen Vergolden, hinzu.

Loses Blattgold wird dem Vergoldermesser auf dem Vergolderkissen in passgerechte Stücke geteilt. Mit dem Anschießer, einem Pinsel aus feinem Eichhörnchen-Haar, wird das lose Blattgold aufgelegt.

Schlagmetall

GOLDSACHS Veredeln mit losem Schlagmetall, Wand zum Ruheraum, KIEZSAUNA Berlin-Friedrichshain

Schlagmetall gibt es in vier verschiedenen Ausführungen: aus Messing in zwei verschiedenen goldenen Farbtönen, aus Aluminium und aus Kupfer. Schlagmetalle, auch Kompositionsgold oder Imitationsgold genannt sind wesentlich stärker als echtes Blattgold. Dadurch lässt es sich leichter mit der Hand verarbeiten als das hauchdünne Blattgold.

 

 

 

Die Blätter sind meistens größer als die von den edlen Blattmetallen.

Gut zu wissen ist, dass sie an der Luft oxidieren und damit nachzudunkeln. Wenn dieser Vorgang nicht gewünscht ist, kann er mit einer Lackschicht aufgehalten werden.


Eine gelungene metallisierte Oberfläche braucht Zeit. Schicht für Schicht wird die Grundierung aufgebaut, als Grundlage für das dünne Blattmetall. Vergolden ist Schichtarbeit. Das Wesentliche steckt unter dem hauchdünnem Blattmetall.

Für die Vergoldung von Wänden eignet sich am Besten die Ölvergoldung. Mit dieser Technik lassen sich fast alle Untergründe vergolden. Das Blattmetall haftet auf einem Klebemittel, welches auf Öl- oder Wasserbasis ist.

  

Je nach Untergrund, Anforderung und Budget wird die Vergoldungstechnik gewählt.