HANDWERK

Vergoldet wird seit über 5000 Jahren in nahezu unveränderter Form. Die Technik des Blattgoldschlagens ist von Indien über Ägypten nach Westeuropa gelangt.

 

Blattgold lässt sich aufgrund seiner hohen Dichte so dünn schlagen - bis zu 1/10.000 mm -  dass man durch das Blatt gucken kann wie durch gefärbtes Glas. Das hauchdünn geschlagene Edelmetall wird in den verschiedensten Techniken weiterverarbeitet und kann Stein, Holz, Metall, Glas und viele weitere Untergründe veredeln.


GOLDSACHS Vergolden mit Imitationsgold, hier in der Kiezsauna Berlin-Friedrichshain

Imitationsgold, auch Schlagmetall genannt, ist wesentlich stärker als echtes Blattgold und kann dadurch von der Hand aufgelegt werden.

 

Zu den Schlagmetallen zählen die unedlen Metalle wie Messing, Kupfer oder Aluminium. Die Blätter sind meistens größer als die von Blattgold oder Blattsilber.


Eine gelungene metallisierte Oberfläche wird Schicht für Schicht aufgebaut. Dabei ist immer der Untergrund entscheidend. Das Wesentliche steckt unter dem hauchdünnem Blattmetall.


GOLDSACHS Vergolderwerkzeug

Loses Blattgold wird mit einem Pinsel aus Eichhörnchen-Haar, dem Anschießer, aufgelegt. Vorher wird es mit dem Vergoldermesser auf dem Vergolderkissen in passende Stücke zerteilt.


Für die Vergoldung von Wänden eignet sich am Besten die Ölvergoldung. Mit dieser Technik lassen sich fast alle Untergründe vergolden. Das Blattmetall haftet auf einem Klebemittel, welches auf Öl- oder Wasserbasis ist.

 

Weitere Vergoldungstechniken sind u.a. die Polimentvergoldung, die hochwertigste und komplexeste Vergoldungstechnik und die Hinterglasvergoldung.

 

Je nach Untergrund, Anforderung und Budget wird die Vergoldungstechnik gewählt.